Unterwegs #mitmeike: Stolpersteine – Gegen das Vergessen

Heute wurden wieder Stolpersteine in Chemnitz verlegt. Dabei wird an das grausame Schicksal von 9 Familien erinnert, die durch die Nazis ermordert worden sind. Wie zum Beispiel das von Johanna und ihrem Sohn Wolfgang Zuer, die in der Andréstraße lebten. Nach ihrem Umzug nach Gera wurden sie 1939 in ein sogenanntes „Judenhaus“ zwangseinquartiert, in dem sie mit über 100 anderen in erbärmlichen Zuständen leben mussten. Am 10.05.1942 wurden sie in das Ghetto Belzyce deportiert und ermordet.

Der unfassbaren Zahl an Opfern des Naziregimes durch ihr persönlichen Schicksal begreifbar zu machen und sie in unserem Gedächtnis zu behalten, dieses Ziel verfolgt die Initiative der Stolpersteine. Paten waren Schüler*innen und Lehrer*innen des Agricola-Gymnasiums sowie Herr Nendel aus Gera.

Das Projekt der Stolpersteine vom Künstler Gunter Demnig ist ein europäisches Projekt. Mittlerweile erinnern rund 61.000 Stolpersteine an 1.100 Orten in 21 Ländern an die Millionen Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet worden sind. In Chemnitz sind es 155 Steine.

Jeder kann übrigens die Patenschaft für einen Stolperstein übernehmen. Sie kostet 120€ und man kann sich dazu beim Verein der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Anifaschisten Chemnitz melden.

http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/die-stadt-chemnitz/geschichte/stolpersteine/

 

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